Der historische armenische Friedhof wird als Picknickgelände missbraucht. Trotz Anwesenheit von Sicherheitspersonal wird der historische Friedhof immer wieder respektlos behandelt.
Die Einkünfte aus dem Eintritt für Akdamar gehen an den Staat. Auf der Insel befindet sich ein privater Sicherheitsdienst, der aber nichts gegen die Nutzung des Friedhofs als Picknickareal unternimmt. Auf der Insel Akdamar, die armenische, byzantinische und kurdische Hinterlassenschaften in die Gegenwart trägt, befinden sich neben Friedhof und Kirche auch die historische Siedlung, in der bis ans 19. Jahrhundert etwa 300 Mönche lebten. Mit dem Genozid an der armenischen Bevölkerung 1915 wurde die Insel entvölkert. Die Kirche und der Friedhof zählen zu den glänzendsten Bauwerken armenischer Architektur.
Der Friedhof wir bewusst nicht geschützt
Der armenische Friedhof, eine der bedeutendsten Hinterlassenschaften armenischer Architektur, wurde nun durch den Staat de facto in ein Picknickareal umgewandelt. Die Mehrheit der bis vor kurzem noch gut erhaltenen Grabsteine auf dem Friedhof sind zerbrochen und umgeworfen. In der Umgebung des Friedhofs gibt es keinerlei Maßnahmen zum Schutz des Friedhofs, und die Besucher*innen der Insel fügen ihm schwere Schäden zu. Der Friedhof ist praktisch am Verschwinden. Besucher*innen, die dem Friedhof Respekt erweisen wollen, äußern immer wieder ihre Erschütterung über die Zerstörung und fordern, dass der Friedhof unter Schutz genommen wird.
ANF
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