
Vergangenen Dienstag kam eine Schwangere (30) in einer Asyl-Unterkunft in Frankfurt gewaltsam ums Leben. Jetzt wird gegen ihren Mann wegen Mordes und Abtreibung ermittelt.
Nach dem gewaltsamen Tod einer schwangeren Frau im Frankfurter Stadtteil Bockenheim sitzt ihr Ehemann in Untersuchungshaft. Der 36-Jährige Afghane wird verdächtigt, seine Frau mit einem Kissen erstickt zu haben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft am Dienstag.
Im Schlaf erstickt
Die Tat ereignete sich bereits in den frühen Morgenstunden des 19. September in einer Asyl-Unterkunft. Die 30-Jährige, die in der 14. Woche schwanger war, habe in ihrem Bett gelegen und geschlafen. Ihr Ehemann soll ihr Gesicht solange in das Kissen gedrückt haben, bis sie tot war.
Die Bild-Zeitung hatte am Dienstag zuerst über den Fall berichtet.
Der Mann wollte sich laut Staatsanwaltschaft von seiner Frau trennen.
Eine Bekannte der Toten hatte demnach die Frau gefunden und den Rettungsdienst gerufen. Wiederbelebungsversuche des Notarztes blieben jedoch erfolglos. Laut Polizei war schon zu diesem Zeitpunkt zwar ein Gewaltverbrechen nicht auszuschließen, es gab aber zunächst keine Anzeichen für ein Fremdverschulden.
Festnahme erst nach zwei Tagen
Der Ehemann war laut Polizei bei Bekannten untergetaucht. Dort wurde er am Donnerstag, zwei Tage nach der Tat, von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen. Gegen ihn wird jetzt wegen des Verdachts auf heimtückischen Mord und Abtreibung ermittelt. Die Bild-Zeitung hatte am Dienstag zuerst über den Fall berichtet.
Laut Staatsanwaltschaft lebte das Paar mit seinen beiden Kindern seit vier Jahren in der Flüchtlingsunterkunft. Die Kinder wurden dem Jugendamt übergeben.