Gegen das neue repressive bayerische „Polizeistaatsgesetz“ fand in München eine Massendemonstration statt. Auf der Demonstration in München zeigten die Teilnehmer*innen unter anderem die in Bayern kriminalisierte Fahne der YPG.
Die in Bayern regierende Christlich-Soziale Union (CSU) versucht mit ihrem Polizeiaufgabengesetz die Befugnisse der Polizei auf in der Bundesrepublik Deutschland nie gekannte Ausmaße auszuweiten. Es beinhaltet unter anderem eine unbegrenzt ausdehnbare Inhaftierung bei „drohender Gefahr“, das heißt, ohne das eine Straftat begangen wurde, weitgehende Überwachung, Bruch des Postgeheimnisses und sogar das Recht, Nachrichten zu fälschen. Viele befürchten, dass das bayerische Polizeiaufgabengesetz Pilotcharakter für andere Bundesländer habe, zumal die CSU ebenfalls den Bundesinnenminister stellt, der als bayerischer Ministerpräsident entscheidend an dem umstrittenen Gesetzentwurf mitgewirkt hat.
Das neue Polizeiaufgabengesetz gibt der Polizei Befugnisse, wie sie sie zuletzt in der Nazi-Zeit hatte. Verfassungsmäßige Rechte werden von den Polizisten ohne Gerichtsentscheidung einfach ausgehebelt. Das Gesetz greift tief in das Privatleben der Menschen in Bayern ein.
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ANF