Europaweit Demonstrationen für Şengal

Auf europaweiten Demonstrationen haben am Samstag viele Menschen das mörderische Vorgehen der Türkei gegen die ezidische Gemeinschaft in Südkurdistan angeprangert und einen offiziellen Status für Şengal gefordert.

Auf europaweiten Demonstrationen haben am Samstag viele Menschen das mörderische Vorgehen der Türkei gegen die ezidische Gemeinschaft in Südkurdistan angeprangert und einen offiziellen Status für Şengal gefordert. Zu den dezentralen Aktionen hatte der kurdische Dachverband KCDK-E aufgerufen. Hintergrund der Proteste war ein türkischer Luftangriff auf die von Ezid*innen bewohnte Region Şengal am vergangenen Mittwoch, bei dem vier Mitglieder der Widerstandseinheiten YBŞ ums Leben kamen. Die Türkei setzt mit ihren Angriffen den ezidischen Völkermord des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) aus dem August 2014 fort. In Bielefeld versammelten sich am Nachmittag zahlreiche Menschen am Hauptbahnhof, um gegen die türkischen Angriffe auf Şengal zu protestieren und ihre Solidarität mit den Bewohner*innen der Region zum Ausdruck zu bringen. Die Demonstration begann mit einer Schweigeminute für die Gefallenen und wurde mit einer Rede einer Jugendaktivistin eingeleitet. Anschließend setzte sich der Marsch Richtung Innenstadt in Bewegung, wo Aktivist*innen Flugblätter zur aktuellen Lage in Şengal und den Besatzungsbestrebungen der Türkei in der Region verteilten und mit interessierten Passant*innen auch persönlich sprachen.
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