Heute haben Wahlberechtigte in Deutschland letztmalig die Chance, ihre Stimme für die vorgezogenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni in der Türkei abzugeben.
Der kurdische Dachverband NAV-DEM hat erneut zur Wahlbeteiligung aufgerufen und betont die entscheidende Bedeutung der Demokratischen Partei der Völker (HDP) bei diesen Wahlen. Schafft die HDP den Sprung über die Zehn-Prozent-Hürde, verliert die AKP/MHP-Koalition ihre absolute Mehrheit im Parlament. Die Auslandsstimmen können der HDP außerdem dazu verhelfen, Kandidaten aus kritischen Wahlkreisen in der Türkei ins Parlament zu wählen. „Eine einzige Stimme kann alles ändern und es könnte deine Stimme sein“, heißt es in der Erklärung von NAV-DEM.
Wahlbeteiligung bis Sonntag bei 40,7 Prozent
Laut einer Statistik des türkischen Wahlausschusses lag die Wahlbeteiligung in Deutschland bis einschließlich Sonntag bei 40,7 Prozent. Die höchste Wahlbeteiligung mit bislang 54,5 Prozent der im Einzugsbereich des türkischen Konsulats registrierten Wahlberechtigten gab es in Essen. An zweiter Stelle lag Stuttgart (46,1 Prozent). Danach folgen Köln (45,5 Prozent), Düsseldorf (45,3 Prozent), Hamburg (42,5 Prozent), Mainz (41,1 Prozent), München (40,7 Prozent), Nürnberg (38,6 Prozent), Frankfurt (38,5 Prozent), Karlsruhe (37 Prozent), Hannover (36,7 Prozent), Berlin (35,3 Prozent) und Münster (23,9 Prozent).
Insgesamt beteiligten sich bis einschließlich Sonntag 588 209 der in Deutschland registrierten 1 443 585 Wahlberechtigten an den Parlaments- und Präsidentenwahlen.
An den Grenzübergängen zur Türkei kann noch bis zum eigentlichen Wahltag am 24. Juni gewählt werden.
ANF